Meine Hunde, meine Retter

Einer der ersten Gastbeiträge ist bei mir eingegangen und ich freue mich sehr über die Worte und Unterstützung des Projekts! Bei vielem kann ich nur zustimmen und finde auch mich beziehungsweise meine tierischen Helfer darin wieder… 

Meine Hunde meine Retter

Meine Hunde sind keine Rettungshunde im eigentlichen Sinne, aber sie haben mir immer und immer wieder geholfen mich selbst zu retten.

Seit ich denken kann, habe ich mich zu Hunden mehr hingezogen gefühlt als zu Menschen. Seit ich mich mit mir selbst richtig auseinandersetze und damit warum ich so bin wie ich bin, verstehe ich auch warum das so ist.

Hunde mochten mich immer auf Anhieb, mit ihnen konnte ich leicht Freundschaft schließen, auf sie musste ich mich nicht jedes Mal wieder neu einstellen. Wenn ein Hund dich einmal liebt, dann liebt er dich. Bedingungslos. Diese Bedingungslosigkeit kannte ich von zuhause nicht. Sie wurde von mir gefordert, aber mir nicht entgegengebracht.

Ein kleiner Kämpfer

Meinen ersten ganz eigenen Hund habe ich seit fast zehn Jahren. Ich war von zuhause ausgezogen und fühlte mich oft allein. Wahrscheinlich war das nicht der beste Grund sich einen Hund anzuschaffen, aber ich dachte die Umstände erlauben es. Die Umstände änderten sich und es wurde kompliziert. Trotzdem habe ich es nie bereut.

Von Anfang an hat uns etwas Besonderes verbunden. Wir haben viel miteinander durchlebt. Sehr oft war er krank oder hatte zum Beispiel das Pech von einem Rennradfahrer angefahren zu werden. In diesen zehn Jahren war ich mit ihm sehr oft beim Tierarzt und mehrere Male wurde mir keine große Hoffnung gemacht, dass er durchkommt. Aber er hat es immer geschafft.

Auch ich hatte gute und schlechte Zeiten. Wir sind seitdem fünfmal umgezogen und die einzige Konstante in meinem Leben war dieser kleine Hund.

Dann wurde meine Tochter geboren. Die Umstände waren nicht die Besten und so bin ich weg von allem, von meiner Heimat, mit Hund und Kind.

Alleine hätte ich mich das nicht getraut. Obwohl er mir nie richtig zur Hand gehen konnte, war er immer da. Ich war nie ganz allein mit dem Baby. Auf den Fotos und den Videos ist immer auch er mit drauf.

Vom Pflegehund zum Familienmitglied

Mein Hund besitzt das Selbstbewusstsein, das mir immer gefehlt hat. Er glaubt an sich selbst und ist ein Kämpfer. Das bin ich auch geworden. Ich habe gelernt, dass ich niemanden brauche um klarzukommen.

Mein zweiter Hund ist mir mehr oder weniger „zugelaufen“. Ihr Vorbesitzer wollte sie loswerden, sie sollte schnell weg und ich habe sie genommen, „vorübergehend“, bis sich was anderes ergibt. Als sich dann was anderes ergeben hat, konnte ich sie nicht mehr hergeben.

Mein Rüde ist stark und weiß, was er will. Meine Hündin ist sensibel und hat vor vielen Dingen Angst. Ich weiß nicht, was sie schon alles erlebt hat. Bestimmt hat sie schon viel Schlimmes durchgemacht. Manchmal guckt sie mich an, durch ihre so komisch menschlichen Augen und ich habe das Gefühl sie würde mir gern alles erzählen. Wenn es einem schlecht geht, merkt sie es sofort, legt sich zu einem und bleibt da. Und das ist so beruhigend.

Wir helfen uns hier alle gegenseitig. Wir haben zwei Rettungshunde.

 

Vielen lieben Dank für diesen Beitrag und ich wünsche Dir, Deinen Hunden und Deiner Familie weiterhin alles Gute!

 

Hast/hattest auch Du einen tierischen Helfer oder arbeitest mit einem zusammen? Dann freue ich mich, wenn Du mit Deiner Geschichte das Projekt unterstützt und mir eine E-Mail schickst!

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