Von der Dankbarkeit und der Traurigkeit, die bleibt

Als ich mein Projekt „Tierische Helfer“ öffentlich machte, stellte ich mir sofort die Frage: Mit welcher Geschichte sollte ich beginnen? Es hat einige Zeit gedauert, bis ich darauf eine Antwort fand. Doch nun habe ich mich entschieden. Es ist die Geschichte, die mich noch am meisten beschäftigt. Die, die für manche schwer nachzuvollziehen war und ist. Die, die mein Kartenhaus zum Einstürzen brachte und durch die ich mein Leben und mich neu aufbauen muss. Es ist die Geschichte von dem Abschied meines besten Freundes. 

In mir sitzt eine tiefe Traurigkeit, die sich immer wieder zu Wort meldet. Tagelang geht es mir blendend. Ich bin wahnsinnig zufrieden, sprühe nur so vor Tatendrang und Zuversicht. Und plötzlich ist das vorbei. Dann macht sich immer mehr ein anderes Gefühl breit. Es ist nichts Schlimmes passiert. Eigentlich läuft alles gut und trotzdem ist da dieser Schmerz, der langsam immer lauter wird.

Dass mir der Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde. Der Hund bleibt mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.  Franz von Assisi (?)*

Lange Zeit habe ich immer meine Gefühle verdrängt. Ich wollte das Leid, das mir einige Traumata beschert haben, nicht spüren. Wollte nicht das sich mein Bauch verkrampft, das mein Herz mit Messerstichen malträtiert wird. Lange Zeit war ich eine Meisterin im Verdrängen, aber irgendwann will alles heraus. Es fing damit an, dass immer wenn ich wütend wurde, ich gleichzeitig anfing zu weinen. Ich konnte nichts machen, die Tränen liefen einfach aus meinen Augen. Das machte mich meistens noch wütender, weil ich das am Anfang überhaupt nicht verstand und ich war noch nie jemand, der gerne in der Öffentlichkeit weint. Schließlich bin ich mit Glaubenssätzen wie „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ und „Weinen ist etwas für Schwächlinge“ aufgewachsen. Dass das Quatsch ist, habe ich erst Jahre später erfahren. Inzwischen weiß ich auch, dass ich meine Wut nur noch weinend ertragen konnte, ein Produkt der unterdrückten Gefühle war. Jetzt versuche ich meine Gefühle immer ernstzunehmen und zuzulassen, auch die schlimmen. Meistens zumindest – nicht immer bin ich dazu bereit.

Vor Kurzem aber schon. Schließlich habe ich großes vor. Habe meinen Job gekündigt und möchte mich selbstständig machen, da brauche ich meine Energie. Also ging ich auf Erkundungstour. Ich fragte mich „Warum bin ich traurig?“ Doch ich bekam keine Antwort. Selbst das Unterwegssein mit meinem Hund Alex half nicht. Zwar ging wie immer mein Herz auf, wenn er hinter seinem Futter hinterher jagt oder sich vergnügt auf den Wiesen wälzt, aber diese Traurigkeit schwang immer mit.

In meinem Bauch und meinem Herzen sind schwarze Flecken, die hin und wieder schmerzen. Dann reißt etwas an meinen Organen, mein Herz wird zusammengedrückt. Das ist das einzige, was ich spüre. Das Schlagen merke ich nicht. Vielmehr fühle ich mich wie in einer leeren Hülle, in der nur manchmal ein kleines Gefühl auftaucht, das mir zeigt, ich lebe noch. Alex verstärkte das Gefühl zusätzlich, denn er war wieder ängstlicher als sonst. Normalerweise komme ich damit klar, aber nicht zu der Zeit.

Die Traurigkeit sitzt so tief. Es fühlt sich an wie, wenn man gerade ein geliebtes Wesen verloren hat (da ich sowohl wichtige Menschen als auch Tiere verloren habe, weiß ich, dass das bei mir keinen Unterschied macht. Beides ist so unglaublich schmerzhaft!). Allerdings habe ich gerade niemanden verloren. Den Tod meiner Mama habe ich soweit es geht verarbeitet und auch den meiner beiden besten Freunde. Oder doch nicht? Zugegeben der Tod meines aller besten Freundes, meines Fels in der Brandung, wiegt noch etwas schwerer. Schließlich hat er auch so viel mitgenommen.

Mein verlässlichster Freund und Seelenhund

Mein Hund Struppi hat mir Halt gegeben. Sicherheit, die ich vorher nicht kannte und doch so bitter nötig hatte. Dieses blinde Vertrauen, das mein kleines, gebrochenes Herz weder vorher noch nachher je jemanden entgegen bringen konnte. Diese bedingungslose Liebe für die ich nichts tun musste, außer zu sein. Struppi hat mir nie meine Unzulänglichkeiten und Fehler vorgehalten. Er hat mir nie gesagt „Stell Dich nicht so an“. Hat es mir nicht nachgetragen, wenn ich mal zickig war oder mich blöd verhalten habe. Er hat mich so geliebt wie ich war und hat mir genau das gegeben, was ich brauchte: Sicherheit. Meine zeitweise auftretenden Stimmungsschwankungen konnten ihn nicht erschüttern.

Struppi war die Ruhe selbst. Es gab so gut wie keine Situation, die er nicht souverän gemeistert hat. Ich konnte mich absolut auf ihn verlassen, bis ihn seine Altersbeschwerden wie mangelndes Seh- und Hörvermögen einholten. Als ich ihn deshalb nicht mehr ohne Leine an Hauptstraßen laufen lassen konnte, weil er sich manchmal erschreckte und zur Seite sprang, fing meine Unsicherheit langsam an. Es ging so schleichend. Meine Abschlussprüfungen in der Uni haben mich auch blind gemacht, sonst hätte ich den Einbruch meines Kartenhauses vielleicht etwas dämpfen können.

Aber nein, ich war so beschäftigt. Habe nicht gesehen, dass die Tage an denen ich Struppi nur noch ungern alleine gelassen habe, immer häufiger wurden. Erst bin ich nicht mehr ohne ihn weggefahren. Dann entwickelte sich eine Angst, immer wenn ich die Wohnung verließ. Die Angst, dass ihm etwas passiert, während ich weg bin. Und sie wuchs und wuchs, ohne dass ich etwas unternahm. Stattdessen verabschiedete ich mich immer so intensiv, als wäre es das letzte Mal, dass ich ihn sehe. Meine Sorgen wuchsen, je älter er wurde. Einerseits wollte ich, dass er alt wird. Ich wollte dass er über 21 Jahre wird, um den damaligen Weltrekord zu brechen. Und natürlich um noch mehr Zeit mit ihm zu verbringen. Andererseits wurden meine Ängste und Sorgen immer unerträglicher.

Richtig schlimm wurde es nach einem Vorfall: Mein Freund und ich saßen bei mir im Wohnzimmer, als auf einmal mein Hund umkippte. Er hatte schon länger Herzprobleme, aber lebte damit ganz gut. Nun lag er auf der Seite und bewegte sich nicht mehr. Ich sprang sofort zu ihm. Er atmete nicht. Ich brach zusammen: Schrie seinen Namen und heulte so sehr, dass ich hyperventilierte. Es kam mir wie Stunden vor, doch es waren wahrscheinlich nur Sekunden. Auf einmal bewegte sich wieder leicht seine Brust. Sein Herz machte weiter. Es war als wollte er eigentlich gehen, aber als er mein Leid mit bekam, hatte er sich es noch einmal überlegt. Natürlich bin ich gleich mit ihm in die Klinik, aber die Ursache wurde nicht gefunden.

Ein unerwartetes Ende

Danach konnte ich über sechs Wochen nicht schlafen. Der Schmerz und die Angst meinen aller besten Freund zu verlieren, raubten mir den Schlaf. Und damit auch die Nerven. Völlig ausgelaugt machten sich depressive Verstimmungen breit. Ich wurde des Lebens müde. Zwar fing ich mich wieder, aber das Helikopterfrauchen hatte Besitz von mir ergriffen. Es folgten noch ein paar Klinikbesuche und ein paar schöne Jahre. Doch dann zwei schlimme Wochen, bevor ich Struppi im Alter von 18,5 Jahren einschläfern ließ.

Es kam so überraschend, dass ich es lange Zeit nicht begriff und es mir auch heute zum Teil noch schwer fällt. Ich mache mir manchmal Vorwürfe, den Ernst der Lage nicht erkannt zu haben. Ein halbes Jahr vorher wurde zwar ein Tumor an seiner Niere entdeckt, aber der spielte bei den Tierarztbesuchen eigentlich keine Rolle. Schließlich war er unauffällig und wuchs nicht. Jetzt spuckte Struppi immer wieder Galle und von einer Gastritis war die Rede. Ich habe mir nichts dabei gedacht. Selbst als der absolute Vielfraß zwischendurch nichts essen wollte, habe ich nicht geschaltet. Die Tierärztin gab ihm Aufbauspritzen und Astronautennahrung.

Zwei Wochen bin ich jede Nacht aufgestanden, um ihn zu füttern, damit er wieder fit wird und sein Magen nicht leer läuft. Kein Wort davon, dass er sterben könnte. Bis an dem Tag, als ich in der Klinik bei einer jungen Ärztin landete. Völlig taktlos und für mich unerwartet sagte sie zu mir: „Sie kann nichts mehr für ihn tun.“ Da wurden die Risse in meiner Welt größer. Davon dass er stirbt, war vorher nie die Rede. Ich konnte es einfach nicht fassen. Vielleicht habe ich es gespürt, aber nicht wahrhaben wollen?

Ich habe des öfteren darüber nachgedacht, warum Hunde ein derart kurzes Leben haben, und bin zu dem Schluß gekommen, dass dies aus Mitleid mit der menschlichen Rasse geschieht; denn da wir bereits derart leiden, wenn wir einen Hund nach zehn oder zwölf Jahren verlieren, wie groß wäre der Schmerz, wenn sie doppelt so lange lebten? Walter Scott (1771-1832)

Eine gute Freundin brachte mich zu dem Tierarzt ihres Vertrauens, aber auch der hatte die gleichen Worte für mich. Die Alternative war ihn die nächsten Tage oder Wochen an einen Tropf zu legen, was ihn höchstwahrscheinlich auch nicht gerettet hätte. Also gab ich mein Einverständnis zum Einschläfern. Der Tierarzt sagte mir, er gebe ihm jetzt eine Beruhigungsspritze, bevor er Struppi das eigentliche Mittel verabreiche. Davor müsste ich gehen. Aber ich wollte bei meinem Hund bleiben, ihm die letzte Ehre erweisen. Doch der Tierarzt wollte das nicht. „Damit haben wir keine guten Erfahrungen gemacht“, sagte er. Also fügte ich mich.

Wir sprachen noch miteinander und auf einmal sollte ich raus. Mir war nicht klar, dass der Moment schon da war. Statt voll und ganz bei meinem geliebten Freund zu sein, hatte ich gequatscht. Meine Hand lag zwar auf ihm und streichelte ihn, aber ich war nicht für ihn da, war abgelenkt. Ich dachte, ich habe noch einen Moment. Doch das war ein Irrtum. Ich war noch nicht soweit. Mein geliebtes Pferd, dass ich nicht nur von meiner Mama geerbt hatte, sondern dass mit mir den frühen Tod meiner Mama (als ich elf Jahre alt war) verarbeitet hat, hatte ich schon nicht bis zum Ende begleitet. Das sollte bei Struppi nicht passieren. Beide hatten es verdient, dass ich bei ihnen bleibe bis zur letzten Sekunde! Leider war ich das nicht. Und manchmal mache ich mir noch immer Vorwürfe. Niemand sollte alleine sterben ohne einen geliebten in seiner Nähe. Stattdessen eine kurze Umarmung, ein kurzes „ich liebe Dich“ und schon musste ich raus.

Wenigstens konnte ich ihn mitnehmen, um ihn einäschern zu lassen. So hatte ich noch eine Nacht und ein paar Stunden am nächsten Tag, um mich zu verabschieden. Meine Welt ist trotzdem zusammen gebrochen. Der Halt, die Sicherheit und die innere Ruhe, die schon seit dem Herzstillstand am Bröckeln waren, waren vollkommen eingestürzt. Über fünf Jahre ist es nun her und ich bin immer noch dabei, mich wieder aufzubauen. Meinen Kreis zu schließen. Der Schmerz ist noch da und ich weiß, dass dieser nie ganz vergeht. Je mehr einem der andere bedeutet hat, umso stärker und fester bleibt er. Meine Lebensfreude habe ich allerdings wieder gefunden. Ebenso meine Zuversicht. Aber noch immer versuche ich wieder selbstsicher und ruhig zu werden, Ängste im normalen Rahmen zu halten, mich selbst so zu lieben, wie ich bin. All das, wobei Struppi mir geholfen hat, muss ich alleine hinbekommen.

Es brauchte einige Zeit bis ich erkannte, dass man seinen Kreis alleine schließen muss, um wirklich glücklich und zufrieden zu sein. Alex hat mir dabei geholfen, das zu erkennen: Denn ich versuchte zwischenzeitlich mit ihm meinen Kreis zu schließen. Aber das mangelnde Vertrauen, das er mir manchmal entgegenbringt und ich ihm, hatte mich dermaßen frustriert und zu tiefst getroffen. Doch wie habe ich erst kürzlich auf meinem Blog Hund im Gepäck geschrieben „Ich bin der Schlüssel zum Erfolg“ und daran glaube ich fest.

Inzwischen konnte ich meinen Kreis schließen, aber die Wände sind noch nicht dick genug, um mir stets Sicherheit und inneren Frieden zu geben. Ich arbeite daran. Genauso wie an meinem Schmerz, den Struppi mir hinterlassen hat. Jetzt wo ich diese Zeilen heulend schreibe, weiß ich, dass genau er es ist, der mir diese Traurigkeit beschert. Denn mit Struppi ist auch meine Unbeschwertheit, meine Leichtigkeit und meine Sorglosigkeit vollkommen verschwunden. Und genau das ist es, wonach ich mich mancher Tage sehne. Einfach unbekümmert zu sein. Mich nicht ständig zu sorgen und wieder Frieden zu schließen. Ich weiß, dass ich das irgendwann wieder schaffe.

Angst kann auch hilfreich sein

Glücklicherweise habe ich einen tollen Helfer: meinen Hund Alex. Ich werde aber nicht wieder den gleichen Fehler machen (ich hatte es ja bereits erfolglos versucht). Alex soll nicht meinen Kreis und mein inneres Loch füllen, das kann er aufgrund seiner Probleme auch gar nicht. Dafür kann er etwas anderes: Er zeigt mir stets mit seinem Verhalten, was mein Problem ist. Dank ihm habe ich mehr Erkenntnisse über mich selbst erlangt als zuvor. Dank meinem Angsthund habe ich die Ursachen für tiefgreifende Probleme entdeckt. Genauso wie vor Kurzem. Wäre er nicht in den Tagen wieder ängstlicher gewesen, hätte ich nicht an diese Unbeschwertheit gedacht, die ich mit Struppi erlebt habe. Und dann hätte ich meine Trauer nicht spontan niedergeschrieben und gemerkt, wie groß mein Schmerz noch ist und woran ich arbeiten muss. Fast am Textende angelangt, merke ich wie der Schmerz und die Traurigkeit langsam nachlassen. Stattdessen machen sich Ruhe und Zuversicht breit.

Auch wenn mir die Tränen über die Wangen kullern, während ich an Struppi denke, bin ich unglaublich dankbar, dass ich ihn zum Freund hatte. Dass er mir so viel gegeben hat, was niemand anderes konnte. Auch wenn es schwer war und zwischendurch ist, bin ich ihm dankbar, dass er (im Nachhinein betrachtet) zum richtigen Zeitpunkt gegangen ist. Denn sonst hätte ich wahrscheinlich nicht Alex getroffen, der mir jetzt auf seine Art und Weise hilft, weiterzukommen, zu wachsen und glücklich zu sein. Ohne diese beiden Hunde und dieses Pferd wäre ich sicher nicht soweit gekommen und die, die ich heute bin. Dafür bin ich wahnsinnig dankbar, was genauso wie die Traurigkeit, Liebe und Verbundenheit zu ihnen für immer bleibt!

Dank Alex ist mir klar geworden, was mir fehlt und woran ich arbeiten muss.

* Manche schreiben das Zitat auch Arthur Schopenhauer zu und wieder andere Friedrich Hebbel.

 

Hast/hattest auch Du einen tierischen Helfer oder arbeitest mit einem zusammen? Dann freue ich mich, wenn Du mit Deiner Geschichte das Projekt unterstützt und mir eine E-Mail schickst!

4 Comments

  1. Lieben Annie,
    Ich kenne das Gefühl sehr gut und kann nachempfinden, wie es dir geht /ergangen ist. Als ich vor Jahren einmal im Zuge einer Trauerbewältigung pilgern war, ist mir vieles klar(er) geworden. Erst einmal, habe ich die Betrachtungsweise auf den Tod verändert. Für Tiere und auch für einige anderen Kulturen gehört sterben zum Leben dazu. Stellt man sich dann noch vor, der Tod ist etwas schönes, ein Abschluss und gleichzeitig ein Anfang für etwas Neues, dann verliert der Gedanke daran an Angst/Trauer/Schmerz. Dann fällt es auch leichter etwas lieb gewonnenes los zu lassen. Ich habe lange gebraucht zu verstehen, wie wichtig das ist. Meine Tiere sind auch alle sehr alt geworden (Pferd 38, Kaninchen 14, Hund 141/2….) Eine bekannte Hundetrainerin fragte mich mal, ob ich Probleme mit dem loslassen habe. Ich habe diese Frage erst nicht verstanden und erst nach langem Nachdenken und lesen über Tod und loslassen begriffen, dass fest halten weder für mich, noch für mein Umfeld gut ist. Meine alte Katze z.B. konnte erst gehen, als ich weit weg (in Afrika) war. Ich habe mir schlimme Vorwürfe gemacht und war sehr traurig. Inzwischen weiß ich, dass sie die Gunst der Stunde (meine Abwesenheit) genutzt hat, um „endlich“ zu gehen. Ich frage mich inzwischen, ob ich es meinen anderen „Lieben“ durch „festhalten“ nur unnötig schwerer gemacht habe. Alles hat seine Zeit. Und wir sollten das akzeptieren und auch versuchen los zu lassen. Mach dir also keine Vorwürfe wegen Struppi. Wer weiß, wozu es gut war das du nich da warst!? Ich bin mir sicher, er wünscht sich für dich, dass du nicht mit der Vergangenheit haderst, sondern los lässt und dich voller Energie und Freude deinen neuen Projekten und deinem Hund widmest. Uhpps, Akku gleich alle. Hab mehr geschrieben, als ich eigentlich wollte (Blogger Krankheit) Alles Liebe Inga

    • AnniTH Reply

      Liebe Inga,
      vielen Dank für Deinen lieben und aufbauenden Kommentar! Er hat mich zu Tränen gerührt, denn für mich ist es immer schön zu hören, wenn jemand ähnliches erlebt hat. Natürlich wünsche ich keinem etwas Schlechtes oder dass er leidet, aber es zeigt mir, dass ich nicht alleine damit bin und das hilft ungemein. Und es ist doch noch einmal etwas anderes, wenn jemand anderes einem sagt, dass man sich keine Vorwürfe machen soll, als wenn man das nur selber macht. Also ein dickes Danke!!! Auch dafür, dass Du Deine Erfahrungen hier geteilt hast! Und Du hast absolut recht: Loslassen ist ganz wichtig und man weiß nie, wozu etwas gut ist/war. Den Tod als etwas Positives zu sehen, ist auch auf jeden Fall hilfreich, denn ich bin der festen Überzeugung, dass nichts nur schlecht oder nur gut ist. Alles hat auch sein Gutes! Allerdings ist das alles nicht immer so einfach, aber ich versuche es. 🙂
      Alles Liebe Anni

      Ps: Entschuldige bitte, dass ich erst jetzt antworte, aber aus irgendeinem Grund wurde ich nicht über Deinen Kommentar informiert…

  2. Liebe Anni, ein tolles Projekt und ich drücke dir die Daumen, dass du es weiter voran treiben kannst. Tiere lassen uns über uns herauswachsen und bringen Gefühle in uns zum Vorschein, die wir vielleicht anders niemals entdecken würden. Tiere sind so selbstlos und ehrlich, dass sie ganz selbstverständlich für uns da sind und nichts dafür fordern. Ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen und deine Aufrichtigkeit gefällt mir. Authentizität ist ein kostbares Gut und in unserer schillernden Welt sehr selten. Behalte diese Art. Ein bisschen finde ich mich bei dem Artikel wieder. Je älter Frida langsam wird, desto größer werden meine Sorgen, dass ihr etwas passieren könnte, dass ich im entscheidenen Moment vielleicht mal nicht bei ihr bin … Ein Leben ohne sie, kann ich mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen und das ist ein Gefühl, das mir unsagbar Angst macht. Manchmal frage ich mich, ob das fair ist. Ich bin dankbar, dass ich die Zeit mir ihr verbringen darf und sehr oft stelle ich fest, wie viel Mehrwert das für mich hat. Ihre Gesellschaft würde ich vielen Menschen vorziehen … Mach weiter so, Anni. Alles Gute, Nina

    • AnniTH Reply

      Liebe Nina,
      vielen lieben Dank für Deinen schönen Kommentar!
      Ich kann Dir in allem nur zustimmen! 🙂 So kann ich auch Deine Ängste voll und ganz nachvollziehen. Einmal habe ich sie bereits erlebt und sie machen sich auch jetzt bei Alex wieder breit. Wegschieben lassen sie sich nicht einfach und wenn man so eine Beziehung zu seinem Hund hat, so wie Du es auch hast, sind solche Ängste ganz natürlich. Wenn auch nicht immer schön. Man darf sie einfach nicht überhand gewinnen lassen. Genieße jeden Moment, den Du mit Frida verbringen kannst! Klar das geht nicht immer, aber solange wir uns immer wieder daran erinnern, geben wir alles, was in unserer Macht steht.
      Ich habe die Erfahrung gemacht, und es auch von anderen so gehört, dass die Tiere meist zur richtigen Zeit von uns gehen und meist so, dass wir bei ihnen sein können. Wenn das mal nicht der Fall ist, hat das sicherlich auch einen Grund, wie es auch Inga in ihrem Kommentar geschrieben hat. Also Du darfst Dir dann keine Vorwürfe machen. Manchmal spucken sie noch in meinem Kopf herum und schaden mir, aber so langsam lerne ich sie beiseite zu schieben. Es war alles so wie es war genau richtig, das gilt auch für den Schmerz und Kummer. Auch wenn ich noch nicht für alles die Hintergründe kenne, vertraue ich darauf und hoffe, dass ich das auch beim nächsten Mal kann und Du auch. Aber erstmal wünsche ich Dir und Frida genauso wie mir und Alex noch eine ganz lange, schöne gemeinsame Zeit!!! 🙂
      Liebe Grüße
      Anni

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